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Hydrocephalus – Neuroendoskopische Lavage





Neuroendoskopische Lavage

Bei der Neuroendoskopischen Lavage wird mit Hilfe eines speziellen, kleinsten Endoskops die Hirnwasserkammer punktiert und mit künstlichem Hirnwasser gespült. Hierdurch werden Blut und Blutabbauprodukte ausgewaschen und damit der Hydrocephalus in seiner Entstehung behandelt: Durch das Entfernen der eiweißhaltigen Hirnflüssigkeit und der Blutes wird verhindert, dass der Hirnwasserkreislauf durch Verklebungen, Verlegung des Aquäduktes und auch inflammatorische Reaktionen (sog. Arachnopathie) verlegt wird. (Hirnwasserspülung)

Eine neue Methode zur ursächlichen und frühzeitigen Behandlung wird bei Frühgeborenen angewendet, die nach Hirnblutungen einen Hydrocephalus ausbilden. Hier kann durch die sog. Neuroendoskopische Lavage durch Entfernen des Blutes und Reinigung des Hirnwassers die Entstehung des Hydrocephalus verhindert werden. Erste Studien deuten darauf hin, dass sich die Zahl der Shuntimplantationen dadurch verringern lässt. Hierbei spielt wahrscheinlich neben der Entfernung der Blutkoagel in der Hirnwasserkammer auch die Reinigung des Hirnwassers von schädigenden Entzündungsfaktoren, Eiweiß und Entzündungszellen eine Rolle. Diese Produkte des Blutabbaus in der Hirnwasserkammer richten nachgewiesenermasses Schaden am unreifen Gehirn an. Aktuell sind hierzu Studien geplant, den neurologischen Langzeitverlauf der Patienten zu beobachten und mit der Standardtherapie (Punktionen, Drainagen und ggf. Anlage eines Hirnwassershunts) zu vergleichen.

Neuroendoskopische Lavage bei Frühgeborenen on Vimeo

In der Kinderneurochirurgie Salzburg wird diese Methode in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Neonatologie auch bei Frühgeborenen mit sehr niedrigem Geburtsgewicht angeboten; dabei kommen spezielle, sehr kleine Neuroendoskope zum Einsatz. Ziel ist es, einen posthämorrhagischen Hydrocephalus möglichst ursächlich und, wenn möglich, ohne Shunt zu behandeln.

Eine Untersuchung der neurologischen Entwicklung der Kinder nach der neuartigen Behandlung ist in Vorbereitung. Ähnliche Therapieansätze aus Großbritannien hatten bereits eine deutliche Verbesserung und Vermeidung von schwerer Behinderung bei den behandelten Frühchen gezeigt.

Für die häufig langjährige und komplexe ambulante Betreuung stehen neben Sprechstunden der Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) auch Hydrocephalus-Spezialsprechstunden zur Verfügung. Nur durch engmaschige ambulante Kontrollen kann ein optimales Ergebnis der Behandlung bis ins Erwachsenenalter gewährleistet werden.

Informationen zur Hydrocephalus-Sprechstunde können Sie per Email hier abrufen:

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Patienten aus Deutschland können mit dem S2-Formular auch Ihre geplanten Kontrollen wahrnehmen. Informationen zur Behandlung in Österreich finden Sie hier:
https://www.krankenkassen.de/ausland/portable/s2/