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Hydrocephalus – Endoskopische Therapie





Endoskopie zur Therapie des Hydrozephalus

Mittlerweile seit drei Jahrzehnten ist die endoskopische Versorgung vor allem bei Abflussbehinderungen des Hirnwassers (sog. Aquäduktstenosen) Standardbehandlung. Hierbei werden mit einem speziellen Endoskop über eine kleines Bohrloch die Hirnwasserkammern inspiziert und am Boden der 3. Hirnwasserkammer (Ventrikel) eine Öffnung geschaffen, welche einen inneren Umgehungskreislauf (innerer Shunt) erzeugt. Dadurch wird die natürliche Pulsation und der Fluss des Hirnwassers aus den Kammern zur Hirnaußenseite wiederhergestellt und damit ein normaler Kreislauf und die normale Resorption ermöglicht. Mit einer erfolgreichen „Endoskopischen Ventrikulostomie” kann somit eine Implantation eines Shuntsystems mit seinem zahlreichen Nachteilen vermieden werden. Die Erfolgschancen einer solchen Ventrikulostomie hängen besonders von der Ursache des Hydrocephalus ab, aber auch vom Alter des Kindes. Bei Kleinkindern bis zum 2. Lebensjahr sind die Erfolgsraten etwas geringer als bei älteren Kindern. Im Säuglingsalter und bei Neugeborenen treten erneute Verschlüsse der geschaffenen Öffnung auf, sodass hier eine sorgfältige Langzeitkontrolle notwendig ist.

Video (YouTube-Einbettung)
Video-Quelle: Neurochirurgicum.com

Eine Besonderheit stellen komplexe Hydrocephalusformen z.B. nach Hirnblutungen bei Frühgeburtlichkeit dar. Hier sind häufig Zysten, Membranen und Verklebungen an den Wänden der Hirnwasserkammern Ursache für einen unzureichenden Hirnwasserkreislauf. Die alleinige Anlage eines Hirnwassershuntes kann dabei durch ungleichmäßige Drainage aller Hirnwasserräume zu Schäden in der Hirnreifung, insbesondere der geistigen und motorischen Entwicklung kommen. Besonders der sog. „isolierte vierte Ventrikel” und multizystische Hydrocephalus stellen eine Herausforderung dar, bei der der Kinderneurochirurg durch Kombination von endoskopischer Behandlung und ggf. Shuntoperation ein optimales Ergebnis für die kleinen Patienten erzielen kann.

Für die häufig langjährige und komplexe ambulante Betreuung stehen neben Sprechstunden der Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) auch Hydrocephalus-Spezialsprechstunden zur Verfügung. Nur durch engmaschige ambulante Kontrollen kann ein optimales Ergebnis der Behandlung bis ins Erwachsenenalter gewährleistet werden.

Informationen zur Hydrocephalus-Sprechstunde können Sie per Email hier abrufen:

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Patientenanfragen oder Terminvereinbarungen für die Pädiatrische Hydrocephalus-Sprechstunde:

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Patienten aus Deutschland können mit dem S2-Formular auch Ihre geplanten Kontrollen wahrnehmen. Informationen zur Behandlung in Österreich finden Sie hier:
https://www.krankenkassen.de/ausland/portable/s2/

Begriffe kurz erklärt

  • Ventrikulostomie: Minimal-invasive endoskopische Operation, bei der mit einem speziellen Neuroendoskop (Hirnendoskop) die Hirnwasserkammern (Ventrikel) inspiziert werden. Bei bestimmten Hydrocephalusformen kann dann am Boden der 3. Hirnwasserkammer eine Öffnung (Stoma) geschaffen werden, über die das Hirnwasser in die das Hirn umgebenden Räume und den Rückenmarkskanal abfließen kann. So wird der Hirnwasserkreislauf wiedereröffnet und der Hydrocephalus beseitigt. Die Methode ist nur auf wenige Hydrocephalustypen beschränkt und erfordert das Know-How speziell geschulter Kinderneurochirurgen.